Beschäftigungsprojekt TABA

Spillsaachen fir jiddereen!
Gutt fir d‘Kanner !
Gutt fir d‘Ëmwelt !
Gutt fir de Mënsch !

Tagestrukturierendes Beschäftigungsangebot kurz TABA

TABA FLYER

Recycling- und Hilfsprojekt in einem!

1-TABA-1Kern des Projektes TABA ist das Sammeln und die Weitergabe von gebrauchten Spielzeugen, Spielen, Büchern, etc.. Die Projektteilnehmer, in der Regel schwerst abhängige Menschen in einem Alter über 40 Jahren, kontrollieren, reinigen, desinfizieren, reparieren und sortieren die gebrauchten Spielsachen, bevor sie in Kooperation mit anderen sozialen Diensten (Sozialarbeiter, andere Einrichtungen oder kirchliche Vertreter) an bedürftige Familien weitergegeben werden.

Die Familien kommen in die Projekträumlichkeiten nach Walferdange. Dort können sich die Kinder (bis max. 14 Jahre) -wie in einem Kaufhaus üblich- ihre Spielsachen aussuchen. Auch ein Tausch ist möglich. Das Angebot ist für die Familien kostenlos.

 

Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen!

Ca. 15-20% der schwerst-drogenabhängigen Menschen in Luxemburg sind älter als 45 Jahre. Verbesserte medizinische Versorgung, moderne Behandlungsmethoden von HIV- und Hepatitis- Erkrankten sowie schadensminimierende Hilfsangebote helfen dabei, dass auch Menschen mit Drogenproblemen alt werden können. Dies wiederum geht mit einer Steigerung der Multimorbidität, veränderten Bedürfnissen und veränderten Konsummustern einher. Hier gilt es, die Bedürfnisse der „Generation der Überlebenden“ zu erkennen und adaptierte Projekte zu entwickeln. Die „Generation der Überlebenden“ steht in der Regel vor ihrem letzten Lebensabschnitt. Sie haben auf Basis ihrer langjährigen Drogenkarriere folgende gemeinsame Kennzeichen:

  • hohes Durchschnittsalter
  • „Vor-Alterung“ von ca. 15 Jahren
  • chronifizierte und polytoxe Suchtverläufe
  • körperliche und seelische Haupt-, Neben-, Folge-Erkrankungen und Behinderungen
  • Armut und langjährige, wieder-kehrende, ungesicherte Wohnverhältnisse
  • soziale Isolation, Entwurzelung, Vereinsamung
  • häufig schwierige Biographien – traumatisierende Erlebnisse
  • schwere Beeinträchtigung der Fähigkeit, sozial eingegliedert für sich selber sorgen zu kön

TheYellowCrossOftmals wird Vereinsamung, soziale Isolation und eine jahrelang eingeübte Tagesroutine als Begründung für den Aufenthalt in oder im Umfeld von Drogenhilfeeinrichtungen genannt. Dieser Tagesroutine mit all ihren negativen Effekten wollen wir mit unserem Beschäftigungsangebot entgegentreten. Das Angebot ist suchtbegleitend, niedrigschwellig, szenenah und lebensweltorientiert. Hierbei sollen Klienten, die schon lange in der Drogenszene verweilen, wieder an eine geregelte Tagesstruktur, an soziale Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Vertrauen (auch in sich selbst) und an Verantwortungsbewusstsein herangeführt werden. Das Beschäftigungsangebot erlaubt es, dass sich die Teilnehmer zeitweise aus der Szene herauszulösen können. Ebenso fördert es die Akzeptanz für ihre „Sucht-Behinderung“. Der Klient lernt seine Ressourcen und Fähigkeiten wieder neu einzuschätzen und kann ggf. neue Perspektiven erkennen. Alle Teilnehmer können Ideen einbringen und das Projekt in seinen Inhalten kreativ mitgestalten.

Sicherlich ist dies keine allgemeine Lösung für alle Probleme dieser Generation der Drogenkonsumenten, aber es ist ein Anfang und wird einem Bedarf besonders gerecht: Einer sinnvollen Beschäftigung.

1-WP_20160520_09_41_44_ProDas Projekt TABA bietet aktuell Platz für bis zu 15 Teilnehmern, die gleichzeitig dort arbeiten können (seit Ende 2012 hatten wir ca. 48 Teilnehmer.  Es befindet sich erst am Anfang und ist noch ohne staatliche Finanzierung. Die Finanzierung der Unkosten (Miete, Strom, Gas, Wasser, Werkzeug, Material, etc.) basiert alleine auf Spenden, sowie einer Finanzierung für 2017 im Rahmen der « projets Actions Addictions » durch die Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte LuxembourgDas Projekt wurde in den Nationalen Drogenaktionsplan aufgenommen. Dadurch ist eine staatliche Unterstützung ab 2017/18 möglich.

Seit Januar 2016 finden sie uns in Walferdange (34 r. Josy Welter,  7256 Walferdange)

Das Pilotprojekt  TABA hat seine Effektivität im Rahmen der schadensminimierenden Drogenhilfe bewiesen. Ebenso fördert es den Umweltschutz durch Recycling und unterstützt sozial schwache Personen dabei,  ihren Kindern ein besseres Leben zu bieten. Wir schauen daher positiv in die Zukunft, weil wir von vielen Partnern, welche den gesellschaftlichen und sozialen Mehrwert des Projektes erkannt haben, unterstützt werden. Bis zu einer staatlichen Anerkennung und Finanzierung des Projekts sind wir zu immer noch auf finanzielle Spenden angewiesen, um unsere laufenden Kosten zu decken und das Projekt auszubauen.

Taba_Logo-schatten

Öffnungszeiten des Spielzeugladens

Dienstag: 10 bis 15 Uhr              Donnerstag: 10 bis 15 Uhr          Freitag: 10 bis 15 Uhr           und nach Absprache

Wie können sie Helfen?

In erster Linie durch ihre finanzielle Unterstützung. Sie ermöglicht es uns Räumlichkeiten anzumieten, diese zu unterhalten und die Lücke bis zur staatlichen Kostenübernahme zu schließen.

Sie kennen Personen oder Firmen in ihrem sozialen Netzwerk, die uns unterstützen könnten? Dann helfen sie uns, den Kontakt herzustellen.

Wenn Sie das Projekt TABA unterstützen wollen, können Sie Ihre Spende mit dem Vermerk „TABA“ auf das Konto des CNDS überweisen. Hier finden sie alle Informationen zum Thema Spenden. Link

 

 

 

TABA: Spielsachen für jeden! Hier ein kleiner 360 Grad Einblick in unseren Verkaufsraum in Walferdange. Weitere Infos unter www.cnds.lu (Abrigado, Taba) #theta360 #theta360de – Spherical Image – RICOH THETA

TABA: Spielsachen für jeden! Hier ein kleiner 360 Grad Einblick in unseren Verkaufsraum in Walferdange. Weitere Infos unter www.cnds.lu (Abrigado, Taba) #theta360 #theta360de – Spherical Image – RICOH THETA

Projektleitung TABA

Pädagogische Leitung
Sylvie Schmitt, Dipl. Psych.

Organisatorische Leitung
Christian Freitag, Dipl. Krankenpfleger

34 r. Josy Welter,  7256 Walferdange

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