IMG_2262 (1)Fünf Mitarbeiter des Abrigados besuchten das Projekt DAWO in Unna (Deutschland).

Seit einigen Jahren besteht eine enge Freundschaft zwischen dem Abrigado und der LÜSA (Langzeit-Übergangs-Stützungs-Angebot) in Unna welche das bundesweit erste Modellprojekt  gestartet haben um die Zielgruppe chronisch mehrfachgeschädigter Drogenabhängiger mit starken lebenspraktischen Einschränkungen ein zu Hause zu bieten. Sprich, das erste deutsche Altersheim für Drogenabhängige.

DAWO steht für  Dauerwohneinrichtung „stationäres Wohnen“ für alternde chronisch Drogenabhängige.

Die « Abrigadisten »  konnten sich davon überzeugen, dass hier etwas neues und einmaliges geschaffen wurde, was die reellen Bedürfnissen der Zielpopulation bedient. Ebenso konnte im professionellen Austausch festgehalten werden, dass auch in Luxemburg ein wachsender Bedarf bei den älteren Drogenkonsumenten nach adaptierten Wohn- und Versorgungsstrukturen besteht.

Logo TABACa. 20% der Klienten des Abrigado sind über 45 Jahre alt. Verbesserte medizinische Versorgung, moderne Behandlungsmethoden von  HIV- und Hepatitis- Erkrankten sowie schadensminimierende Hilfsangebote helfen dabei, dass auch Menschen mit Drogenproblemen alt werden können. Dies wiederum geht mit einer Steigerung der Muiltimorbidität, veränderten Bedürfnissen und veränderten Konsummustern einher. Hier gilt es, die Bedürfnisse der „Generation der Überlebenden“ zu erkennen und adaptierte Projekte zu entwickeln. Die „Generation der Überlebenden“ steht in der Regel vor ihrem letzten Lebensabschnitt. Sie haben auf Basis ihrer langjährigen Drogenkarriere komplexe Probleme, wie die zielgruppenspezifische „Vor-Alterung“ von ca. 15 Jahren, chronifizierte und polytoxe Suchtverläufe, langjährig wiederkehrende und ungesicherte Wohnverhältnisse und soziale Isolation. Unser Tagesstrukturierendes Beschäftigungsangebot (TABA) entstand auf Basis dieser Problematiken und bedient einen Teilbereich der Bedürfnisse nach Struktur, sinnvoller Beschäftigung und Bekämpfung der sozialen Isolation.